Stille – Ruhe – Schweigen

Stille – Ruhe – Schweigen

Die Kraft der Stille in uns

StilleEine außergewöhnliche Form der Askese hält Einzug in unsere laute, nervöse Welt: Stille. Wir sehnen uns so sehr nach ihr, dass wir sie wie ein Happening genießen. Einige amerikanische Restaurants bieten ‚Silent Dinners’ an, bei denen die Gäste ihre Mahlzeiten stumm verzehren. Bei ‚Silent Yoga’ werden Übungen nicht langwierig erklärt, sondern nur sorgfältig vorgemacht.

Dahinter steht die Erkenntnis, dass Reden den Kopf vernebeln kann, aber Schweigen die Sinne schärft, weil es aufmerksam macht: Auf das, was in unserem Inneren vorgeht. Und auf das, was um uns herum geschieht. Schweigen bedeutet mehr als nicht zu sprechen. Es gibt auch das Schweigen des Körpers, der Gefühle, der Gedanken und Vorstellungen um das Licht in uns zum Leuchten zu bringen und unser inneres Feuer zu nähren.

„Wer inne hält – erhält inneren Halt –
und bleibt sich selbst erhalten.“
Laotse

Der Jahreswechsel ist die Zeit der großen Ruhe, der Stille und des Schweigens – nicht im Sinne der Sprachlosigkeit, sondern des inneren Lauschens, die Zeit der Besinnung und eines gewissen Rückzugs aus der Welt, aber auch die Zeit, in der wir kreativ und schöpferisch werden können.

Die Tage zwischen den Jahren, in denen sich das Lebenstempo verlangsamt, ist eine wundervolle Gelegenheit, inne zu halten um bei Kerzenschein und einer Tasse Tee das vergangene Jahr zu überdenken, uns Zeit für uns selbst zu nehmen und uns neu auszurichten.

Meditation: In die Stille gehen

Eine Klangschale kann Sie gut darin unterstützen, in die Stille zu kommen. Sie können diese Meditation auch als Einstimmung für ein Ritual oder für eine besinnliche Stunde in Gemeinschaft verwenden. Besonders entspannend ist es, sich die Klangschale im Liegen auf die Brust zu stellen. Gönnen Sie sich einen Moment der Sammlung. Schlagen Sie dann die Klangschale an und lauschen Sie mit entspannter Aufmerksamkeit dem Verklingen des Tons nach, bis Sie nichts mehr hören. Lauschen Sie auch nach dem Verklingen noch weiter in die Stille hinein. Wenn Gedanken auftauschen, schlagen Sie wieder die Schale an und lauschen, wie der Ton verklingt. Lassen Sie sich so allmählich in die Stille gleiten. Nach einer Weile werden die Abstände zwischen den Tönen vielleicht größer werden. Genießen Sie die Stille.

Meditation über Zwischenräume

Gönnen Sie es sich in dieser Zeit ‚zwischen den Jahren‘, sich hin und wieder in die Zwischenräume zu versenken. Die Zwischenräume zwischen Aus- und Einatmen, die Räume, die sich im Körper durch das Einatmen weiten, die Zwischenräume zwischen den Gedanken. Letztendlich besteht jedes Atom im Wesentlichen aus Zwischenraum. Es gibt also jede Menge Platz. Genießen Sie ihn und breiten sich darin aus.

Meditation: Dunkelheit

Mit offenen Augen in absoluter Dunkelheit zu meditieren ist eine ganz eigene, sehr entspannende Erfahrung. Versuchen Sie, sich eine Situation zu schaffen, in der Sie in die Dunkelheit schauen können, vielleicht mit einem leichten, dicht gewebten Tuch über dem Kopf oder in einem fensterlosen Raum. Lassen Sie die Dunkelheit auf sich wirken, lassen Sie sie auf sich einströmen. Erde, Dunkelheit und Wasser sind der Urgrund der Schöpfung, die Mutter von allem, der ursprüngliche Schoß. Spüren Sie, wie Sie das mütterliche Dunkel schützend einhüllt. Sie sind immer darin geborgen.

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